Onboarding Fahrplan: 5 Tipps aus der Praxis

Donnerstag, 08. November 2018, 08:59 Uhr

Noch immer gibt es zahlreiche Unternehmen, in denen neue Mitarbeiter einen chaotischen Start erleben. Allerdings ist solch ein Beginn weder für Mitarbeiter noch Arbeitgeber vorteilhaft. Er erschwert der Arbeitskraft das Einleben und aus Sicht des Unternehmens wird die Effizienz verringert. Zudem steigt das Risiko, dass sich der Mitarbeiter generell schlecht einlebt und das Unternehmen früh wieder verlässt.

Abhilfe verspricht ein strukturierter Onboarding Prozess. Im Mittelpunkt steht die Ergreifung gezielter Maßnahmen, um Start und Eingewöhnung des neuen Mitarbeiters zu verbessern. Mit den folgenden Tipps möchten wir verdeutlichen, wie breit das Spektrum der zu berücksichtigenden Aspekte ist.

Kollegen über den Neuzugang informieren

Soziale Beziehung sind im Job von erheblicher Bedeutung und entscheiden maßgeblich darüber, wie sich ein Mitarbeiter fühlt. Den größten Einfluss haben die unmittelbaren Arbeitskollegen. Somit ist es von Vorteil, wenn diese Kollegen bereits im Vorfeld wissen, wer ihre Abteilung bereichern wird.

Dies bedeutet nicht, dass sich der neue Mitarbeiter schon vor geplantem Arbeitsantritt vorstellen muss. Stattdessen bietet es sich an, ein kurzes Briefing zu geben und hierbei auch zu erläutern, welche konkreten Aufgaben der neue Kollege oder die neue Kollegin schon bald übernimmt. So lässt sich der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit legen.

Einarbeitung des neuen Mitarbeiters sicherstellen

Leider kommt es immer noch vor, dass neue Mitarbeiter schon nach kurzer Zeit den Eindruck haben, man würde sie überhaupt nicht benötigen. Weder Vorgesetzte noch Kollegen haben konkrete Aufgaben, die sie zuteilen bzw. weiterreichen können oder finden nicht die Zeit, diese zu erläutern.

Diesbezüglich sind die Führungskräfte gefragt: Es sollte genau feststehen, für welche Aufgaben ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird, damit eine entsprechende Zuteilung erfolgen kann. In diesem Zusammenhang ist auch die Einarbeitung von Bedeutung. Nicht immer fällt es leicht, sich gedanklich in bestehende Abläufe zu versetzen und sich im Unternehmen zurechtzufinden. Eine gezielte Einarbeitung, die z.B. im Rahmen eines Buddy-Programms oder Paten-Modells erfolgt, kann diesen Prozess maßgeblich erleichtern.

Arbeitsplatz einrichten

Ein ganz schweres Los haben diejenigen gezogen, die an ihrem ersten Tag im neuen Unternehmen feststellen müssen, dass ihnen weder Schreibtisch noch Stuhl zur Verfügung stehen. Unter solchen Umständen fällt es schwer, sich mit den Aufgaben und neuen Kollegen vertraut zu machen. Trotzdem ereignen sich solche Vorfälle immer wieder.

Professionelles Onboarding läuft anders ab. Im Vorfeld werden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, damit der neue Kollege einen möglichst vollständig eingerichteten Arbeitsplatz vorfindet. Diese Aufgabe reicht weit über die Bereitstellung von Tisch und Bürostuhl hinaus. Ebenso sollten alle notwendigen Arbeitsmittel vorhanden sein, wie z.B. Computer mitsamt Zugang, eingerichtetem E-Mail Postfach, Passwörtern für firmenintern wichtige Portale, Arbeitsplatzgrundausstattung etc.

Organisatorische Maßnahmen erledigen

Die Einstellung neuer Fachkräfte erfordert das Abhaken eines breiten Spektrums organisatorischer Maßnahmen. Oft sind mehrere Abteilungen betroffen, was zu erheblichen Verzögerungen führen kann. Deshalb ist es umso sinnvoller, derartige Aufgaben rechtzeitig und zielstrebig anzugehen.

Insbesondere Aufgaben, die mit der Entlohnung zusammenstehen, werden am besten unmittelbar in den ersten Arbeitstagen erledigt. Ebenso sind unternehmensspezifische Dinge zu regeln, wie etwa das Aushändigen von Chipkarten oder Pincodes, die den Zugang zum Gebäude ermöglichen. Auch rechtliche Aspekte, wie das Einholen von Unterschriften auf Verschwiegenheitserklärungen und anderen wichtigen Dokumenten, werden im Idealfall direkt am ersten Arbeitstag erledigt.

Feedback einholen

Wie gut ein Onboarding Prozess funktioniert, kann der Betroffene immer noch am besten selbst beurteilen. Deshalb empfiehlt es sich, einige Wochen später umfassendes Feedback einzuholen. Die Verantwortlichen sollten ermitteln, welche Dinge aus Sicht des Mitarbeiters gut gelaufen sind und wo es wiederum gehakt hat. Auf diese Weise ist es möglich, den Prozess zielsicher zu verbessern und künftigen Mitarbeitern den Einstieg noch leichter zu machen.

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Seit Jahren unterstützen wir Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften. Gerne stehen wir auch Ihnen mit Rat und Tat zur Seite – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

 

Quellen

https://karrierebibel.de/onboarding/
https://www.impulse.de/management/personalfuehrung/onboarding/2138609.html
https://www.glassdoor.de/blog/7-tipps-fur-ein-besseres-onboarding-erlebnis-fur-neue-mitarbeiter/

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